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„Hohe Musikalität der Choreographien“ – John Neumeier erhält Karajan-Musikpreis 2007

Gerade erst (im Dezember 2006) wurde der Hamburger Ballettchef und weltberühmte Choreograph John Neumeier in Monte Carlo mit einem der bedeutendsten Preise der Ballettwelt, dem Prix Nijinsky, ausgezeichnet. Jetzt konnte die Hamburger Kultursenatorin Karin von Welck dem populären Hamburger gleich noch zum Karajan Musikpreis 2007, vergeben vom Festspielhaus Baden-Baden, gratulieren. In den vergangenen Jahren wurde der Preis an die Berliner Philharmoniker (2003), Anne-Sophie-Mutter (2004), den Pianisten Jewgeni Kissin (2005) und den Dirigenten Valeri Gergiev (2006) vergeben. Wörtlich sagte die Senatorin: „Als Choreograph in diese Künstler-Reihe aufgenommen zu werden, ist eine sehr große Auszeichnung und bringt zum Ausdruck, wie sehr John Neumeier über das reine Ballett-Genre hinaus als Musikinterpret wahrgenommen wird. Wir als Hamburger haben das Privileg, die hohe Musikalität seiner Choreographien seit dreißig Jahren bewundern zu können.“

Neumeier hat zahlreiche Werke aus den Katalogen des Musikverlags Hans Sikorski vertanzt, darunter die beiden großen Prokofjew-Ballette „Cinderella“ und „Romeo und Julia“. Legendär ist außerdem sein künstlerischer Austausch mit Alfred Schnittke bei der Erarbeitung des abendfüllenden Balletts „Peer Gynt“. Ein ähnliches Verhältnis hat sich inzwischen mit der russisch-amerikanischen Komponistin Lera Auerbach ergeben. Für Neumeier schrieb Lera Auerbach die in Kopenhagen im Andersen-Jahr uraufgeführte Ballettmusik „Die kleine Meerjungfrau“, die am 1. Juli 2007 durch das Hamburger Ballett zur deutschen Erstaufführung gelangt.