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Uraufführung von Xiaoyong Chens „Yang Shen“ bei den Hamburger Klangwerktagen 2007

Hamburgs neues Festival „HAMBURGER KLANGWERKTAGE, Festival für junge zeitgenössische Musik“ findet in diesem Jahr vom 19. bis 24. November 2007 auf Kampnagel Hamburg statt und wartet mit einem hochinteressanten Programm auf. Unter dem Motto „Lied unlimited“ werden Vokalmusikwerke u.a. von Jan Müller-Wieland, Sofia Gubaidulina und Xiaoyong Chen zur Aufführung gelangen.

Von Chen kommt am 23. November das Werk „Yang Shen“ für Sopran, drei chinesische Instrumente, Flöte, Klarinette, Bratsche, Cello und Schlagzeug nach altchinesischen Texten aus dem Buch ‚Shijing’ in einer revidierten Version zur Uraufführung. Die Solisten sind Mitglieder des Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) Frankfurt.

Das zentrale Thema des Textes handele von der Enttäuschung einer Person, deren hohe Ideale von den Regierenden nicht akzeptiert würden, erklärt der Komponist. Dieser Text zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Stück und wird in originaler Sprache (Chinesisch) gesprochen und gesungen. Einige ins Deutsche übersetzte kurze Texte der Philosophen Lieh-tzu, Laotze, Konfutse, die um und kurz nach dieser Zeit lebten, wurden in den Haupttext integriert.

„Der chinesische Text und dessen Interpretation fungiert in erster Linie als reine musikalische Ausdrucksform“, so Chen weiter, „und geht weit über seine wörtliche Bedeutung hinaus. Er wird auf unterschiedliche Art und Weise artikuliert und verfremdet, und die musikalische Sprache der Komposition wechselt stets zwischen Klängen, Geräuschen, Stille und verschiedenen Sprachen. Diese musikalische Vielfalt gibt den Sinn des Gedichts eindrücklich wieder.“