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Isabelle van Keulen spielt Witold Lutoslawskis „Chain 2“ in Hamburg

Vor fast einem Vierteljahrhundert schrieb Witold Lutoslawski, der sicher bedeutendste polnische Komponist der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, für Anne-Sophie Mutter sein Werk „Chain 2“. Das englische Wort „chain“ bedeutet so viel wie Kette. Lutoslawski hat ihn gewählt, als er 1984/85 mit einer neuen Art musikalischer Formgebung experimentierte und am Beispiel des zweiten Werkes dieses Zyklus, „Chain 2“ für Violine und Orchester, einen waren Klassiker der Moderne schuf. Hierbei stellte er sich ebenso wenig eine Kette mit Karabinerhaken vor, wie man sie zum Anleinen eines Hundes verwendet, noch das widerstandsfähige ovale Metallteilchen, aus dem sie zusammengesetzt ist. „Der Titel des Werkes“, erklärte er, „bezieht sich auf seine Form, die sich aus zwei in struktureller Beziehung unabhängigen Schichten zusammensetzt. So beginnen und enden die einzelnen Abschnitte der beiden Schichten stets zu verschiedenen Zeiten.“

Am 17. und 18. Februar nun ist die berühmte niederländische Geigerin und Bratscherin Isabelle van Keulen mit Lutoslawskis „Chain 2“ in der Laeiszhalle Hamburg zu Gast und wird vom NDR Sinfonieorchester unter Leitung von Heinrich Schiff begleitet. Schiff ist selbst ein berühmter Streicher, will sagen Cellist, der wie Mstislaw Rostropowitsch das Dirigieren für sich entdeckt hat. Außerdem im Programm: Beethovens Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36 und Mahlers berühmter sinfonischer Einzelsatz „Totenfeier“.