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Langes und Heidenreichs „Opernschiff“ ist in Gera gelandet

Die Musik von Marius Felix Lange ist mittlerweile schon ebenso berühmt wie die literarische Vorlage der Kinderoper „Das Opernschiff oder Am Südpol, denkt man, ist es heiß“ von Elke Heidenreich. Eine Neuproduktion hat jetzt das Theater Gera realisiert. Premiere war am 22. Februar 2008.

In der Ostthüringer Zeitung lesen wir dazu am 25. Februar:

„(...) Seit Freitag liegt dieser Südpol in der Geraer Bühne am Park. Heiß ist es an diesem Südpol in der Tat. Die Pinguine schwitzen in ihren Pelzen (Ausstattung: Andreas Auerbach). Und sie müssen mächtig aufpassen, dass sie und Baby-Pinguin nicht von der Eisscholle fallen, wenn sie singen, tanzen und auf das Opernschiff warten. Doch nicht jeder Pinguin ist Opernfan. Lotti (Tina Hermann) findet Oper blöd und zankt sich mit Onkel Otto (Bernhard Hänsch), der Oper liebt, und streitet mit Leo (Simon Wallfisch), der Lotti liebt. Als das Opernschiff anlegt, drängen drei Sänger und ein Regisseur (Günter Markwarth) aufs Eis und raufen schlimmer als eine Krabbelgruppe mit nur einem Plüschpinguin.

Der echte Regisseur Karsten Bohn lässt die Besucher der Kinderoper hinter die Kulissen lugen und zeigt, dort ist das Ego ab und an größer als das Können. Was Jennifer Porto, Tobias Hunger und Jason-Nandor Tomory so wunderbar echt vorführen können, weil es sich bei ihnen eher umgekehrt verhält. Als echte Profis legen sie nach der Pause eine ‚Traviata’ aufs Eis, dass es knirscht und knackt. Denn die Pinguine wollen nichts von Entsagung und Tod wissen, so dass der Schluss geändert wird (...)“

Und die Freie Presse schreibt:

„(...) Das 2005 in Köln uraufgeführte Werk versprüht reichlich Spannung und Poesie. Da gibt es eine fantasievoll von Andreas Auerbach kostümierte Pinguin-Kolonie, die vor Freude auf das alljährliche fällige Opern-Gastspiel reineweg aus dem Häuschen ist. Die per Schiff kommende Opernkompagnie ist - wenn auch aus fluoreszierenden Theatergründen - keine Spur weniger aufgedreht. Höhepunkt des Ganzen ist eine ‚Traviata’-Vorstellung, die auf beiden Seiten einen solchen Taumel der Begeisterung entfacht, dass schließlich in Abänderung des Originals die Liebenden Violetta und Alfred ein glückliches Paar werden.

In Gera ist unter dem 27 Jahre jungen Leipziger Regisseur Karsten Bohn eine mitreißende Inszenierung zustande gekommen, gelungene Werbung fürs Musiktheater und bestens geeignet für ein Erlebnis in Familie. An der Seite der bewährten hauseigenen Kräfte Günter Markwarth (Chef der Operntruppe) und Bernhard Hänsch (Pinguin Otto) leisten die für das Stück verpflichteten Studentinnen und Studenten der Leipziger Musikhochschule in nahezu allen Belangen Mustergültiges. Mit Jenifer Porto (Sopran) und Jason-Nandor Tomory (Bariton) sind dabei zwei Stimmen zu hören, von denen einmal Besonderes erwartet werden darf. (...) Alt und Jung spenden viel Beifall.“