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„Jeder Mensch hat seinen Krieg“ – Jan Müller-Wielands Liedzyklus „Liebe und Krieg“ in Basel

Die Uraufführung des Zyklus „Liebe und Krieg“, acht Lieder nach Texten von Raphael Urweider, von Jan Müller-Wieland am 4. Mai 2008 in Basel hat ein reges Interesse auch in der Presse gefunden. Das Auftragswerk des Siemens Arts Program wurde von Claudia Barainsky und dem Ensemble Phoenix unter der Leitung von Jürg Henneberger dargeboten. In der Basellandschaftlichen Zeitung lesen wir zu diesem Ereignis:

„Um ‚Liebe und Krieg’ ging es im Konzert in der Gare du Nord, wobei das plakative Thema nicht verriet, ob die Chancen der Liebe im Krieg gemeint waren oder die Verwüstungen des Krieges in der Liebe. (...) Im Krieg wird anders gesprochen, aber vielleicht war das mit dem Krieg nur so gemeint wie Müller Wieland im Programmheft schreibt «Jeder Mensch hat seinen Krieg. Seine Kriege in sich seine Gewalten und Tätlichkeiten, aber eben auch deren Gegensätze ». Dann wäre alles privatisiert und dem subjektiven Erleben ausgeliefert. Fakt ist, dass Müller Wielands Musik versucht darüber hinauszugehen, in ihr werden aparte Klänge hörbar, die allerdings plötzliche Klangeruptionen spektakulär auslöschen. Müller Wieland nennt das «unbedeutungsschwanger», was immer das konkret heissen mag. Jürg Hennebergers Musiker und die ausgezeichnete Sopranistin lieferten jedenfalls bewundernswerte interpretatorische Qualität.“ (Basellandschaftliche Zeitung, 06.05.2008)