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Interpretatorische Finesse und Witz: Jan Müller-Wielands „Marcia d’amore“ im Pressespiegel

Zur Uraufführung von Jan Müller-Wielands neuem Kammermusikwerk „Marcia d’amore“ für Viola d'amore und Klavier am 11. Juni in München schreibt das Feuilleton der Süddeutschen Zeitung (Ausgabe 13.06.2008)

„Im Zentrum stand die barocke, vielsaitige ‚Viola d"amore’ als Klangfarbe in zeitgenössischer Musik, ergänzt um Klavier-Solo-Werke von Giacinto Scelsi und Alberto Ginastera, mit Yumi Sekiya als pianistischem Konterpart. Das Spektrum reichte von Bruno Madernas gepflegt expressiven, zyklisch offen gedachten Motivschichtungen über Scelsis dunkel pedalverhangene Klaviermantren bis hin zu Ginasteras effektvoll mit Folkloreelementen spielenden ‚Danzas Argentinas’. In der Gegenwart verankert wurde das Konzert mit der Uraufführung einer ‚Marcia d’amore für Viola d"amore und Klavier’ des Münchner Komponisten Jan Müller-Wieland, der, wie schon Hindemith, vom Farbenreichtum des ungewöhnlichen Instruments fasziniert, narrative Motive von Benjamin Brittens ‚Peter Grimes’ in einem getragenen Klangdialog reflektierte. Weins interpretatorische Finesse und Sekiyas Witz machten aus dem bunten Stilpanorama einen geschmackvoll vitalen Neue-Musik-Abend mit erfreulich wenig Kopfgeburten des zeitgenössischen Ernstes. Und das lag nicht zuletzt am Charme eines Instruments, das die Liebe schon im Namen trägt.“ (Autor: Ralf Dombrowski)