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DIE WELT über das NDR-Porträt für Xiaoyong Chen

Am 23. Mai wird es in zwei aufeinanderfolgenden Konzerten (18.00 Uhr und 20.00 Uhr) zu einem umfangreichen Porträt für den in Hamburg lebenden Komponisten Xiaoyong Chen kommen.

Im zweiten Konzert um 20 Uhr kommt es zur Uhraufführung, des vom NDR in Auftrag gegebenen, "Colours of Dreams".

Der Komponist selbst ist anwesend. Mitglieder des NDR Sinfonieorchesters spielen unter der Leitung von Stefan Geiger und Muhai Tang. Eingeladen sind auch Spezialisten auf dem chinesischen Instrumentarium vom Chai Found Music Workshop Taiwan.

Die Tageszeitung DIE WELT berichtet in ihrer Ausgabe vom 17. Mai: „Aus dem Vollen der Leere schöpfen“

Zen für die Ohren: NDR-Konzert mit dem Komponisten Xiaoyong Chen

„Nur selten werden die Musiker des NDR- Sinfonieorchesters mit Instrumenten wie Erhu, Pipa, Yangqin, Zheng, Ruan und Sheng konfrontiert. Für das ‚Porträt Xiaoyong Chen’ in der Reihe ‚das neue werk’ am 23. Mai haben sie deshalb auch erfahrene Verstärkung aus Taiwan angefordert. Der Chai Found Music Workshop aus der von China unabhängigen Inselrepublik stellt die Spezialisten auf diesen Instrumenten zur Verfügung. Und Chen selbst, der in Hamburg lebende Komponist und ehemalige Schüler György Ligetis wird in einem Vorkonzert unter Leitung von Stefan Geiger die faszinierende Klangwelt der chinesischen, teilweise Jahrtausende alten Instrumente erläutern.

In der Kammermusik, etwa dem Klavierquintett oder dem Ensemblestück ‚Speechlessness, Clearness and Ease’, lassen sich die typischen Eigenarten Chens und der zeitgenössischen Musik Chinas am besten heraushören. ‚In China haben die Leere und die Stille einen hohen Wert’, erklärt Chen. ‚In der Musik meines Landes ist es wie bei der bildenden Kunst, vielleicht wie bei einem Ölbild. Zuerst malt man immer neue Schichten und verändert die Oberfläche der Leinwand.’ Es war auch die Kammermusik, mit der Xiaoyong Chen 1987 bei den Donaueschinger Musiktagen einst sein Durchbruch in Europa gelang.

Im zweiten Konzert des Hamburger Porträt-Abends wird der chinesische Stardirigent Muhai Tang die Uraufführung des vom NDR in Auftrag gegebenen neuen Chen-Werkes ‚Colours of Dreams’ leiten. Flankierend dazu werden die ‚Melodien’ von Chens Lehrer Ligeti, weitere seiner Orchesterwerke und das klangfarbenreiche ‚Anahit’ von Giacinto Scelsi gespielt.

23. Mai, Rolf Liebermann Studio, 18 Uhr, Karten: 0180 - 1 78 79 80