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Begeisterte Presse zur polnischen Erstaufführung von Rolf Zuckowskis Musical „Der kleine Tag”

Am 1. Juni, dem Internationalen Kindertag 2008, kam es im Musiktheater Capitol in Breslau zur polnischen Erstaufführung des Musicals „Der kleine Tag“ von Rolf Zuckowski, Hans Niehaus und Wolfram Eicke. Die Polnische Breslauer Zeitung „Polska Gazeta Wroclawska“ schreibt dazu in ihrer Ausgabe vom 3. Juni 2008:

Das neueste Musical des Breslauer Capitol ist eine Einladung für die Jüngsten

„Der kleine Tag“ oder die Rettung der Vorstellungskraft

von Marta Wrobel

„‚Morgen wird alles anders, und ich werde Lieschen’ – sprach die kleine Elisabeth, rothaarige Heldin der Abenteuergeschichten „Vom grünen Hügel“. Ich war 11 und las das Buch mit roten Backen. Am letzten Sonntag Nachmittag wurde ich wieder zu dem kleinen Mädchen, welches glaubt, in der Welt könnten jederzeit Wunder passieren. All die wundersamen Dinge jedoch, die morgen geschehen sollten, geschahen diesmal heute. Dies dank der neuesten Inszenierung „Der kleine Tag“ des Breslauer Musiktheaters Capitol.

Bei der polnischen Erstaufführung in der Regie von Andrzej Galla blieb im Publikum kein Platz frei. Der Internationale Kindertag ist eine gute Gelegenheit, die Jüngsten zu einem speziell für sie inszenierten Spektakel zu locken. Nach ihrer Reaktion zu schließen, fand es großes Gefallen. Dem kleinen Mädchen, mit deren Augen ich die Vorstellung sah, ebenfalls. Das von den Deutschen Rolf Zuckowski und Wolfram Eicke stammende Libretto hat eine einfache, für jeden verständliche Botschaft.

Einfach heißt nicht ohne Anspruch. Der Kleine Tag (in dieser Rolle: die hervorragende Monika Malec) lebt mit anderen Tagen im Lichtreich, hinter dem Himmel und den Sternen. Am 23. April springt er durch ein Sterneloch auf die Erde hinunter. Hier ist er Zeuge scheinbar gewöhnlicher Ereignisse – ein Junge und ein Mädchen verlieben sich auf den ersten Blick, eine Schülerin bekommt einen Hund geschenkt. Nach der Rückkehr in das Lichtreich stellt sich heraus, dass die anderen Tage die Begeisterung des Protagonisten für seine Erlebnisse nicht teilen. Sie wollen ihn nicht in die erste Reihe neben die anderen Tage hinein lassen, an denen Amerika entdeckt oder der große Krieg beendet wurde. Doch alles wird gut und der Kleine Tag avanciert schließlich zum Ausnahmetag.

Die Schauspieler tanzen (Modern Dance, Hip-Hop) und singen melodische Lieder. Man könnte sich darüber auslassen, dass das Bühnenbild bescheiden ist und die Protagonisten einen ein wenig braven Jargon sprechen. Dennoch hat mich die Vorstellung verzaubert. Der Weg ins Capitol zum ‚Kleinen Tag’ lohnt. Vielleicht hilft er, die – durch Einfluss einförmiger medialer ‚Märchen’ verkümmernde – Vorstellungskraft unserer Kinder zu retten. Die nächsten Vorstellungen finden am 3., 8., 10., 11. und 13. Juni statt.“