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„Hoffnung auf Erlösung“: Begeisterung für Alfred Schnittkes 9. Sinfonie in Österreich

Die Aufführungsserie der 9. Sinfonie von Alfred Schnittke, die Dennis Russel Davies mit der Dresdener Philharmonie im Juni 2007 uraufgeführt hatte und am 29. April in Linz nun auch zur österreichischen Erstaufführung brachte, löst weltweit Begeisterung aus. In der Kronen Zeitung Österreich schrieb Balduin Sulzer (01.05.2008):

„Wieder einmal ist von einem faszinierendem Abokonzert im Linzer Brucknerhaus zu berichten. Nicht wegen der vom Linzer Bruckner Orchester unter Dennis Russell Davies packend interpretierten ‚Fünften’ Tschaikowskys, sondern wegen der österreichischen Erstaufführung der ‚Neunten’ von Alfred Schnittke (1934-1998).

Das vom russischen Komponisten Alexander Raskatov redigierte dreisätzige 35-Minuten-Stück lässt den schmerzhaften Sterbensvorgang Schnittkes, der bis zum letzten Atemzug an der Fertigstellung gearbeitet hat, erahnen. Ebenso, wie er nach qualvollen Klangrotationen endlich im sordinierten Blechbläserchoral eine Art Erlösungshoffnung verspürt. Schnittke lebte jahrzehntelang in Russland, starb 1998 nach mehreren Schlaganfällen in Hamburg.

Anschließend brachte ‚das Große Abonnement’ das Stück ‚Nunc dimittis’ für Mezzosopran (Elena Vassilieva), Männerchor (‚The Hilliard Ensemble’) und Orchester von Alexander Raskatov zu Gehör, ein Geniestreich höchster Qualität als Hommage an Schnittke – und ebenfalls eine österreichische Erstaufführung. Dem Linzer Publikum ging das Stück unter die Haut, es reagierte enthusiastisch!“