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Deutsche Erstaufführung: „Glorious Percussion” von Gubaidulina gespielt von „Glorious Percussion”

Das Konzert für Schlagzeugensemble und Orchester „Glorious Percussion“ von Sofia Gubaidulina wurde am 18. September unter Gustavo Dudamel in Göteborg uraufgeführt. In Dresden nun kommt es am 4. Oktober mit der Dresdner Philharmonie unter John Axelrod nun zur deutschen Erstaufführung. Sowohl in Göteborg als auch in Dresden spielt das Ensemble „Glorious Percussion“, das sich nach dem neuen Werk der russischen Komponistin selbst benannt hat, den Solopart. Am 3. Dezember 2008 wird dieses Ensemble zusammen mit dem Luzerner Sinfonieorchester unter Jonathan Nott die Schweizer Erstaufführung bestreiten.

Zu ihrem neuen Konzert für Schlagzeug und Orchester sagt die Komponistin:

„Zwei Besonderheiten unterscheiden dieses Werk von meinen vorhergehenden Arbeiten:

1. Das zentrale Thema ist hier die Übereinstimmung der klingenden Intervalle mit ihren Differenztönen. Daraus ergibt sich dann auch die Gliederung der Form: Dreimal kommt die Klangbewegung zum Stillstand. Und vor diesem statischen Hintergrund bleibt jeweils nur die Pulsation zurück, welche die Intervalle des vorhergehenden Akkordes verursacht haben. Solche Episoden treten an bestimmten Formstellen auf und unterwerfen die Form damit der Gesetzmäßigkeit des goldenen Schnitts.

2. Die Soloschlagzeuger haben in diesem Werk sieben Episoden, in denen sie vor das Orchester treten und ohne festgelegten Notentext improvisieren. Dies ist gleichsam eine Reminiszenz an eine Aufführungspraxis aus einer Zeit, als lediglich eine mündliche Kultur existierte.“ (Sofia Gubaidulina)