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Faust lebt: Das Musiktheater AVENTURE FAUST von Jan und Birgit Müller-Wieland wird in München uraufgeführt

Am 21. und 22. November 2008 ist es endlich soweit: die Reaktorhalle, von der man mit Recht behaupten darf, dass sie eine der spannendsten Theaterräume Münchens ist, wird nach sicherheitstechnisch notwendig gewordenen Umbauten und technischen Renovierungen, die aber die Grundstruktur des Raumes unangetastet lassen, wiedereröffnet.

Am 21. November findet die Uraufführung des Musiktheaters AVENTURE FAUST von Jan Müller-Wieland an diesem Ort statt.

Wie im Titel schon anklingt, ist das Faust-Thema in den drei Traumszenen, die Müller-Wieland im Auftrag der Ernst–von–Siemens–Musikstiftung vertonte, von zentraler Bedeutung. Der Text von Birgit Müller-Wieland, frei nach Goethes „Faust“ und Heines „Deutschland". Ein "Wintermärchen“, lässt F(aust), M(ephisto) und das bereits tote G(retchen) nicht an das Ziel ihrer Träume kommen; der Weg dorthin aber ist nicht frei von absurden, komischen, katastrophischen Verwicklungen, die durch das Versagen ihrer Kommunikation verursacht und durch Fluchten in ihre Traumwelten verdrängt werden.

Diese Welten okkupieren zwischenzeitlich die Figuren aus György Ligetis „Aventures / Nouvelles Aventures". In dem Meisterwerk der klassischen Moderne für drei Sänger und sieben Instrumentalisten haben sich die Protagonisten bereits vor über vierzig Jahren von jeglicher verbalen Kommunikation verabschiedet und ihr mikrokosmisches Beziehungsgeflecht mit traumhafter Virtuosität zum lautpoetischen Tanzen gebracht.

Bei diesem Zusammenprall der beiden Welten kann es nur einen Sieger geben: die Insekten, die sich aus Faust II in die Reaktorhalle verirrt haben.

AVENTURE FAUST

Musiktheater

AVENTURES / NOUVELLES AVENTURES von György Ligeti

DREI TRAUMSZENEN von Jan Müller-Wieland (UA)

Text von Birgit Müller-Wieland

Musikalische Leitung:

Jan Müller – Wieland

Regie:

Cornel Franz

Raum:

Benjamin Schönecker

Dramaturgie:

Judith Altmann und Angelika Roesser*

Video:

Joe Lempp

Mitarbeit Regie:

Victoria Pfortmüller

Mitwirkende:

Sopran - Andrea Lauren Brown; Alt - Salome Kammer; Bariton - Peter Neff;

F - Andreas Burkhart*; M - Roland Schneider*; Totes G - Valer Erna - Sabadus*;

Insekten - Sybille Diethelm*, Maria Pitsch*, Theresa Holzhauser*

Gefördert mit freundlicher Unterstützung der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung

Termine: 21., 23. und 28. November 2008, jeweils 20:00 Uhr

Reaktorhalle, Luisenstr 37a