Alfred-Schnittke-Festival an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg am 15./16.11.2008
Anlässlich des 10. Todesjahrs von Alfred Schnittke veranstaltet die Hochschule für Musik und Theater Hamburg am 15. und 16. November 2008 ein Schnittke-Festival. Schnittke hat seine letzten Lebensjahre in Hamburg verbracht und an der Hochschule gelehrt. Als einer der bedeutendsten Komponisten Russlands hat Schnittke neue Dimensionen in der russischen Musik des 20. Jahrhunderts eröffnet. Sein Todesjahr nimmt das Studio 21 der Musikhochschule zum Anlass, mit einer kleinen Veranstaltungsreihe auf den Komponisten aufmerksam zu machen. Gemeinsam mit dem ensemble Intégrales werden an zwei Abenden Werke des Deutschrussen zu Gehör gebracht. Das Ensemble 21 kontextualisiert am Sonnabend, 15. November Schnittkes Werk und erarbeitet eine Collage aus dem kammermusikalischen OEuvre, russischen Texten und Filmausschnitten. Das Ensemble Intégrales stellt dann am Sonntag, 16. November, das Werk Schnittkes in den klanglichen Zusammenhang mit Werken von Sofia Gubaidulina und Sergej Newski.
Das Programm im einzelnen:
Collage über Alfred Schnittke
15. November 2008, 20.00 Uhr
Forum Hochschule für Musik und Theater Hamburg
Schnittke, Alfred (1934-1998)
Canon in memoriam Igor Stravinsky für Streichquartett
Klavierquartett
Moz-Art für 2 Violinen
Lebenslauf, für 4 Metronome, 3 Schlagzeuger und Klavier
Teile aus Quintett für Klavier und Streichquartett
Strawinsky, Igor (1882-1971)
Double Canon (Raoul Dufy in memoriam) für Streichquartett
Mahler, Gustav (1860-1911)
Klavierquartett
Mozart, Wolfgang Amadeus (1756-1791)
Pantalon und Colombine, Musik für Pantomime (k 416d) [Fragment] für 2 Violinen, Viola, Bass
Schnittke - einBlick
16. November 2008, 20.00 Uhr
Forum-TheaterHochschule für Musik und Theater Hamburg
Einführungsgespräch um 18:45 Uhr
Programm:
Sofia Gubaidulina:Der Seiltänzer für Violine und Klavier
Alfred Schnittke:
Klaviertrio für Violine, Violoncello und Klavier
Variationen für Klavier solo
Besetzung:Barbara Lüneburg (Violine), Sonja Lena Schmid (Violoncello), Ashley Hribar (Klavier), Burkhard Friedrich (Saxophon)
Auszug aus Texten zum Programm von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Hamburg:
Russland, ein Land im Umbruch und Aufbruch, mit Moskau als dem pulsierenden Zentrum des Landes. Die Grande Dame der russischen Musik, Sofia Gubaidulina, deren Musik im sowjetischen Russland als ‘unverantwortlich’ galt emigrierte Anfang der 1990er Jahre nach Deutschland. Sofia Gubaidulinas Der Seiltänzer könnte symbolisch stehen für Russland, das Land im Umbruch, in einem schwierigen Demokratisierungsprozess, zwischen Vergangenheit und Erneuerung, alten Strukturen und neuen Ideen: der ausgiebige Gebrauch des Klavierinnenraums (Inside Piano) und der eher traditionell gehaltene Violinpart verschmelzen in einem virtuosen Drahtseilakt.
