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Ein Interview mit Kinderdarsteller Alexander Skvortsov von der Oper „Das Geheimnis der schwarzen Spinne“

Alexander Skvortsov ist elf Jahre alt und wird in den nächsten Tagen zwölf. Er wurde ausgewählt, die Rolle des bösen Grafen Heinrich in Judith Weirs Kinderoper „Das Geheimnis der schwarzen Spinne“ zu singen. Premiere der neuen Produktion der Hamburgischen Staatsoper in der Reihe „Opera piccola“ ist am 8. Februar auf Kampnagel Hamburg. Wir trafen Alexander Skvortsov im Vorwege und haben ihn zu seiner Arbeit an dieser Kinderoper befragt:

Frage: Wie bist Du denn für diese Hauptrolle in Judith Weirs Oper ausgewählt worden?

Alexander Skvortsov: Ich war zu einem Casting vor einer dreiköpfigen Jury in die Staatsoper eingeladen und ziemlich aufgeregt. Zum Glück habe ich die Rolle bekommen.

Frage: Was ist für Dich denn besonders schwer an der Arbeit auf der Bühne?

Alexander Skvortsov: Schwierig ist das Musikalische, das Im-Takt-Bleiben, die Noten richtig wiederzugeben. Wenn man aus dem Takt kommt, ist alles vorbei. Ich spiele gar kein Instrument, ich lerne noch Noten. Ich bin sozusagen ein Anfänger.

Frage: Und wie lernst Du Deine Rolle als „Graf Heinrich“?

Alexander Skvortsov: Man singt mir vor. Wir fangen mit kleineren Übungen an, erst mit kleinen Stellen und dann immer mehr, bis wir alles drauf haben.

Frage: Ist es schwierig, als Junge einen so alten Grafen darzustellen?

Alexander Skvortsov: Ich bekomme ein Kostüm und eine Perücke, die mich sehr viel älter machen. Mit Bewegungen und meiner Stimme hat das nichts zu tun. Ich muss nicht wie ein Mann reden und singen.

Frage: Und was ist dieser Graf Heinrich für ein Charakter?

Alexander Skvortsov: Ein fieser. Er mag Übertriebenes, eine übertriebene Rüstung, die mir bis zu den Ohren geht. Der Graf ist süchtig nach übergroßen Sachen. Das Fieseste ist, dass dieser Graf von den Dorfbewohnern in sieben Tagen einen großen Buchenwald fordert, was für die armen Leute sehr mies ist. Ich zwinge sie dazu, und wenn sie das nicht machen, dann sind sie halt einen Kopf kürzer.

Frage: Hast Du persönlich Angst vor Spinnen?

Alexander Skvortsov: Ich mag gerne Spinnen, obwohl ich so eine richtig große nicht in die Hand nehmen würde. Aber Weberknechte und kleinen Spinnen, die kein Gift raus lassen, die nehme ich gern in die Hand.

Frage: Wie würdest Du die Musik von Judith Weir beschreiben?

Alexander Skvortsov: Es gibt da Stellen, die sehr schön sind, aber auch welche, die sehr hektisch oder traurig sind. Zum Beispiel eine Arie von Christine, wo sie eine Spinne auf die Hand bekommt. Meist finde ich die Musik aber sehr weich. Da kann man sich fast entspannen.