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Kantilenensehnsucht: „Die Deutsche Bühne“ berichtet über Peter Ruzickas HÖLDERLIN

Detlef Brandenburg hat einen lesenswerten Artikel in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Die Deutsche Bühne“ (1/09) zur Uraufführung von Peter Ruzickas neuer Oper „HÖLDERLIN“ veröffentlicht. Unter anderem ist dort zu lesen:

„Ruzicka hat sich in seinem Komponieren immer wieder durch ästhetische Identifikationsfiguren leiten lassen, deren Inspiration weit über das einzelne Werk hinausgeht. Mit Hölderlin, dem verzweifelten Visionär einer pantheistischen Einheit, hat er sich unter anderem in der Sinfonischen Studie „Vorecho“ oder in der „Musik für 22 Streicher „... ins Offene ...“ auseinandergesetzt, deren Strukturen dann in einer Überarbeitung (Ruzicka selbst spricht von ‚Übermalung’) in die Oper eingingen. Deswegen ist ‚Hölderlin’ zum einen geprägt durch Kontraste unterschiedlicher, bereits in anderen Werken erprobter Formtypen; zum anderen lebt die Oper selbst vom Prinzip der ‚Übermalung’, bei dem bestimmte Module in immer neuen Abwandlungen immer wieder auftauchen. So entsteht eine Dialektik von Disparatheit und Versöhnung – schon hier liegt eine erste Parallele zum Dichter, der in seiner Kunst von der Einheit sang und im wirklichen Leben an deren Uneinlösbarkeit wahnsinnig wurde.“