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Elbphilharmonie: Schostakowitschs 1. Sinfonie mit dem Symphonieorchester des BR ein Riesenerfolg

Am 20. Mai 2017 gab das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung seines Chefdirigenten Mariss Jansons sein Debüt in der Hamburger Elbphilharmonie. Das Konzert war ein grandioser Erfolg, der mit Begeisterungsstürmen gefeiert wurde. Auf dem Programm stand auch Dmitri Schostakowitschs sinfonischer Erstling. Die Tageszeitung „WELT“ schreibt zu diesem Ereignis:

„(...) Dmitri Schostakowitschs 1. Sinfonie f-Moll op. 10 ist der Geniestreich eines Frühbegabten. Mit zarten 18 Jahren reichte sie der Russe als Diplomabschlussarbeit bei der Prüfungskommission des Leningrader Konservatoriums ein und landete gleich einen Publikumserfolg, der kurze Zeit später sogar in Deutschland und in den USA nachgespielt wurde. Maestro Mariss Jansons und sein Orchester nahmen Schostakowitsch beim Wort, der zu diesem Werk einmal gesagt hat: ‚Lachen – das heißt unbedingt Zähne zeigen’. Auch folgten sie Schostakowitsch in dem immer wieder geäußerten Wunsch, Kontraste und Dynamik noch viel schärfer zu gestalten, als es in der Partitur notiert sei. (...) Das Verspielt-Groteske des Allegro ma non troppo strahlt eine vergiftete Freundlichkeit aus, denn der bittere Sarkasmus Schostakowitschs durchzieht auch schon dieses Frühwerk. Marschartiges überlagert sich mit Tänzerischem, Zitate russischer Gassenhauer mit pseudoreligiöser Seligkeit. Fantastisch spielte der Solotrompeter Hannes Läubin und Stefan Tischler senkte die Tonlage oft mit gewaltigen Basstubaeinsätzen ab. Mit fast schon brachialer Gewalt zerrissen harte Paukenschläge das ohnehin schon zerfaserte Finale, das am Ende dann in einen hymnischen Schluss in strahlendem Dur mündete (...).“
(DIE WELT, 22.05.2017)

 

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