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75. Geburtstag von Viktor Suslin am 13. Juni 2017

Viktor Suslin studierte am Moskauer Gnessin-Institut Komposition bei Nikolai Pejko, dem Kompositionslehrer von Sofia Gubaidulina, und Klavier bei Anatoli Wedernikow. Er begann, zu einem Zeitpunkt selbständig zu arbeiten, als das politisch-kulturelle „Tauwetter” durch Breschnew im Oktober 1964 ein jähes Ende fand. Es häuften sich offizielle Aufführungsverbote, die seine Werke nicht weniger trafen als die seiner älteren Kollegen und die ihn 1981 schließlich zur Emigration nach Deutschland bewegten. Hier arbeitete er als Verlagslektor in Hamburg und Hochschuldozent in Lübeck. Seit 2007 leitete Suslin den Belaieff-Verlag. Er lebte in Appen bei Hamburg. Dem Charakter nach ist Suslin eher ein Lyriker als ein Dramatiker. In seinen Werken vermeidet er simple Kontraste und aufgesetzte dramaturgische Effekte. Obwohl die meisten seiner Werke programmatische Titel tragen, zielen sie nicht auf Außermusikalisches. Sein Werkverzeichnis ist nicht besonders umfangreich, aber sehr vielfältig. Da er das Reproduzieren vermied, fiel jedes neue Werk auch in kompositionstechnischer Hinsicht sehr individuell aus. Das Timbre und die Farbigkeit der Musik hatten für Suslin formbildende Bedeutung.

Viktor Suslin verstarb am 10. Juli 2012.

Fotorechte: Archiv Suslin

 

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