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Lera Auerbachs Orchesterwerk „Ikarus“ erlebt schwedische Erstaufführung

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Der französische Dirigent Stéphane Denève leitet die Stockholmer Philharmoniker bei der schwedischen Erstaufführung von Lera Auerbachs Werk „Ikarus“ für Orchester am 10. Mai 2017 im Konzerthaus (Konserthuset) in Stockholm. Die Grundlage für Lera Auerbachs 2011 vollendetes Orchesterwerk bilden im Wesentlichen die beiden letzten Sätze ihrer Sinfonie Nr. 1 „Chimera“.

Die Komponistin sagt dazu:
„Was diesen Mythos so bewegend macht, ist Ikarus’ Ungeduld des Herzens, sein Wunsch, das Unerreichbare zu erreichen, die Intensität der ekstatischen Kürze seines Fluges und die Zwangsläufigkeit seines Absturzes. Wäre Ikarus vorsichtig geflogen, hätte es keinen Mythos gegeben. Sein tragischer Tod hat Größe. Er stellt aus Daedalus’ Sicht die Frage: Wie kann man Erfolg und Scheitern unterscheiden? Daedalus’ größte Erfindung – die Flügel, die dem Menschen zum Fliegen verhelfen – war gleichzeitig sein größter Fehlschlag, da sie den Tod seines Sohnes verursachte. Daedalus war genial, seine Flügel perfekt, doch er war auch ein blinder Vater, der sein Kind nie wirklich verstanden hat.“

Am 11. Mai 2017 kommt es zu einer weiteren Aufführung des Konzertprogramms vom 10. Mai mit Auerbachs „Ikarus“ im Konzerthaus in Stockholm (19 Uhr) mit denselben Interpreten.

10. Mai 2017
Stockholm
Konzerthaus, Hauptsaal, 19 Uhr
(Konzerteinführung: 18:15 Uhr)
Schwedische Erstaufführung: Lera Auerbach,
„Ikarus“ für Orchester
Stockholmer Philharmoniker
Stéphane Denève (Leitung)

 

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