Jan Müller-Wieland: „Buenos Aires“

„BUENOS AIRES ist gute Luft, Utopie, Wunschvorstellung, eine Liebesrealität dem Leben und seinem eventuellen Sinn gegenüber. Frühe Gott-Texte Rilkes, aus seiner Zeit in Berlin Schmargendorf, habe ich ineinander montiert, gedreht, umgestellt.
Aber: Statt Gott das Wort Tango. Statt Gott die ferne Stadt. Statt Genitiv Imperativ. Statt Bild im Bild ein Bild, eine Geste, ein ‚Monologino‘, eine Szene.
Berios Folk-Songs bildeten eine innere Anrufung, einen Weckruf für das circa zehnminütige Stück. Leicht möge man es spielen. Leicht spielbar sollte es sein. Spielen und sofort(!) empfinden und gestalten. Das Tempo ist stets da, um es sofort zu verlassen, um loszulassen, um Gemeinsamkeit zu spüren. Nicht Angst vor dem Zählen und dem Verzählen und dem ästhetischen Patriarchat. Nein. Frank und frei alles. Gut gelaunt. Verliebt. In guter Luft. Gegen den Kummer.“

(Jan Müller-Wieland)

 

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