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100. Todestag von Scott Joplin

Es ist eine Musik, bei der jeder den Rhythmus in den Beinen spürt, eine Musik, die unmittelbar anspricht und begeistert. Aus einer Musikrichtung in den Vereinigten Staaten des 19. Jahrhunderts schuf der gebürtige Texaner Scott Joplin zusammen mit James Scott und Joseph Lamb eine kunstvolle Gattung, ja machte den Ragtime weltberühmt. Jeder kennt den Soundtrack zum Film „The Clou“ mit Robert Redford und Paul Newman aus dem Jahr 1973 mit Joplins Musik und den „Maple Leaf Rag“, ebenso beliebt sind aber auch der witzige „Swipesy CakeWalk“, der „Sunflower Slow Rag“ oder „The Chrysanthemum“.

Am 1. April 2017 gedenkt die Musikwelt des 100. Todestags von Scott Joplin. Der Sohn eines zur Zeit seiner Geburt 1867 oder 1868 (das genaue Datum ist nicht bekannt) gerade befreiten Sklaven wuchs in Texas auf, erhielt früh systematischen Klavierunterricht und tingelte als junger Mann als Bar-Pianist durch die Kneipen in Louisiana und Texas. Bekannter wurde sein Name, als sich Scott Joplin in St. Louis niederließ und regelmäßig in den sogenannten „Honky-Tonks“ und Saloons auftrat. Weltbekannt wurde Joplin, als er sich 1893 mit seinen einzigartigen Rags bei der Weltausstellung in Chicago präsentierte. Aber erst später begann er, seine Musik als ausnotierte Komposition niederzuschreiben und zu veröffentlichen. Damals arbeitete er auch für das Vokalquartett „The Texas Medley Quartet“ und die Vaudeville Shows.

Joplin lebte von dem Verkauf einzelner Notenblätter mit seinen Rags, die überall nachgespielt wurden. Heute verfügen wir aber nur über einen Teil seines überwiegend verschollenen Schaffens, darunter auch Beiträge zu größeren Gattungen wie der Oper oder der Sinfonie. Joplin soll sogar eine ebenfalls verlorene Oper für den Präsidenten der Vereinigten Staaten, Theodore Roosevelt, komponiert haben. Joplins Rags sind nicht immer einfach zu spielen, auch nicht wenn man seinem Wunsch gerecht wird, seine Musik lieber in langsameren Tempi zu spielen. Es gibt unzählige Bearbeitungen von Joplin-Rags für Klavier. In unseren Katalogen finden sich vor allem Bearbeitungen für gemischte Besetzungen wie Sopranblockflöte und Klavier, Arrangements für vier oder fünf Violoncelli und Gitarrenbearbeitungen.

 

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