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Neue Werke von Schachtner: „Invention VI: Liebmannista“ und „Pacifico“

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Im Rahmen des „Studios für Neue Musik“ kommt es am 28. November 2016 zur Uraufführung der „Invention VI: Liebmannista“ für kleines Ensemble mit obligatem Sopran von Johannes X. Schachtner in München. In der Versicherungskammer Bayern werden Franziska Stürz (Sopran), Dorothee Binding (Flöte), Bettina Bachofer (Viola), Patrick Stapleton (Schlagzeug) und Olga Tivanova (Klavier) die Interpreten sein.

Schachtner erweitert mit diesem Werk seine Reihe der Schlagzeug-Inventionen um eine sechste Invention. Er schrieb diese für ein Ensemble des Münchner Tonkünstlerverbandes. Im Werktitel bezieht sich Schachtner auf den von Ernst Erich Liebmann im Jahre 1906 für das Harmonium entwickelten Spielapparat, der als Vorläufer der Einfinger-Begleitautomatik heutiger Keyboards betrachtet werden kann.

Johannes X. Schachtner kommentiert sein Werk „Invention VI: Liebmannista“ wie folgt:
„Als ‚Liebmannista‘ wird eine Vorrichtung bezeichnet, die an einem Harmonium zu finden ist, um ohne harmonische Kenntnisse Lieder zu begleiten. Mit dieser klanglichen Idee spielt meine sechste Invention für Ensemble mit obligatem Sopran. Dabei wird eine weit gesponnene Vokalise des Soprans immer wieder neu gefärbt, begleitet — ‚harmonisiert‘.“

Nur drei Tage später, am 1. Dezember 2016, werden die beiden Pianisten Lauriane Follonier und Marc Pantillon den neuen Klavier-Hymnus zu vier Händen „Pacifico“ des Münchner Komponisten im schweizerischen Neuchâtel uraufführen. Das Konzert findet im Salle des Pasteurs statt.

Der Komponist zu „Pacifico“:
„Das italienische Wort ‚pacifico‘ (zu Deutsch: friedliebend, ruhig, klar, der Pazifik) begleitete mich während meiner Komposition für Klavier zu vier Händen. Aus einem – alle Oktaven des Klaviers – umspannenden dodekaphonen Quintenturm entspinnt sich das Werk. Immer wieder schimmert das zentrale, hymnisch beschworene C-Dur durch, immer wieder werden die weit ausladenden Akkordpassagen, wird der von eine Quinten-Kithara begleitete Hymnus durch eruptive Einwürfe unterbrochen: das scheinbar ewige Ringen um Frieden. Dabei spielt die Quinte als Leitintervall eine janusköpfige Rolle: einerseits als klares, helles, ruhiges Intervall, anderseits in mehrfach geschichteter Gestalt als Ausgangspunkt für die totale und schroffe Chromatik.“

28. November 2016
München
Versicherungskammer Bayern, 20 Uhr
Uraufführung: Johannes X. Schachtner,
„Invention VI: Liebmannista“ für kleines Ensemble mit obligatem Sopran
Franziska Stürz (Sopran)
Dorothee Binding (Flöte)
Bettina Bachofer (Viola)
Patrick Stapleton (Schlagzeug)
Olga Tivanova (Klavier)

1. Dezember 2016
Neuchâtel
Salle des Pasteurs, 20 Uhr
Uraufführung: Johannes X. Schachtner,
„Pacifico“. Hymnus für Klavier zu vier Händen
Lauriane Follonier, Marc Pantillon (beide Klavier)

 

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