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Sofia Gubaidulina: „Detto II“

„Detto II“ für Violoncello und Kammerensemble entstand im Jahre 1972 für die russische Cellistin Natalia Schachowskaja. Das italienische Wort „Detto“ („Das Gesagte“) im Titel des einsätzigen Werkes bezieht sich auf den erzählerischen Charakter der Musik. Die besondere Expressivität des Werkes wird im Wesentlichen von den Viertelton-Glissandi des Soloinstruments bestimmt. Im Verlauf der Komposition gibt es eine Entwicklung von zunächst meditativer Statik bis hin zu einem dramatisch-impulsiven Mittelteil. Schließlich klingt das Werk wieder in kontemplativer Ruhe aus. Dieser Konzeption entspricht die Idee einer allmählichen Erweiterung der melodischen Schritte im Solo-Violoncello von Vierteltönen bis zu mehreren Oktaven und wieder zurück zu Vierteltönen. Eine derartige kompositorische Anlage verleiht dem Werk eine wellenförmige Dynamik. „Detto II“ zeichnet sich darüber hinaus durch eine farbenreiche Nutzung des reich ausgestatteten Schlagzeugapparates aus. Besonders interessant ist die klangliche Lösung der Coda, in der das Violoncello-Thema allmählich zu ppp-Einwürfen von Flöte, Celesta, Glockenspiel, Crotali und hohen Streichern fast unhörbar verklingt.

 

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