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Reinhold Glière: 60. Todestag am 23. Juni 2016

Gliere_60_Todestag

Das Werkverzeichnis des russischen Komponisten Reinhold Glière ist umfangreich. So schrieb der 1874 in Kiew geborene und 1956 in Moskau verstorbene Komponist, Dirigent und Musikpädagoge allein 170 Klavierwerke, 130 Lieder, Ballettmusiken und Opern. Nicht alle dieser Werke haben sich einen Platz in internationalen Konzertprogrammen erobern können, wohl aber die Ballettmusik „Roter Mohn“, das 1950 vollendete Hornkonzert, das Harfenkonzert und das aparte Konzert für Koloratursopran und Orchester aus dem Jahr 1942.

Am 23. Juni 2016 nun gedenkt die Musikwelt des 60. Todestags von Reinhold Glière, der als Komponist und Pädagoge von erheblichem Einfluss auf die russische Musikgeschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war und besonders von Sergej Prokofjew hochgeachtet wurde. Der am 30.12.1874 geborene Glière war Sohn eines Instrumentenbauers und lernte in jungen Jahren das Violinspiel. Seit 1891 besuchte er die Musikschule Kiew, dann studierte er von 1894 bis 1900 am Moskauer Konservatorium unter anderem bei den Professoren Ippolitow-Iwanow, Arenski und Tanejew. Von 1905 bis 1907 verbrachte Reinhold Glière zwei Jahre in Berlin, wo er bei Otto Fried zum Dirigenten ausgebildet wurde. Zurückgekehrt nach Russland war er dort als erfolgreicher Dirigent tätig, übernahm dann aber auch Lehraufträge am Kiewer und am Moskauer Konservatorium. Seine bekanntesten Schüler waren Sergej Prokofjew, Nikolai Mjaskowski und Nikolai Rakow.

Glière, der stilistisch zunächst an die nationalrussische Schule anknüpfte, beschäftigte sich ausgiebig auch mit Volksmusik des transkaukasischen und mittelasiatischen Raums.

Das beliebte und oft aufgeführte Konzert für Koloratursopran und Orchester wurde des Öfteren bearbeitet. So liegen eine Fassung für Trompete und Orchester von Timofej Dokschizer und eine Fassung für Oboe und Orchester von Julian Yu vor.

 

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