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Großartiges Ustwolskaja-Konzert mit Patricia Kopatchinskaja beim 2. Hamburger Musikfest

Der Auftritt der moldawischen Geigerin Patricia Kopatchinskaja und des österreichischen Pianisten Markus Hinterhäuser am 18. Mai 2016 in der Hamburger Hauptkirche St. Katharinen im Rahmen des 2. Hamburger Musikfestes war ein eindrucksvolles Erlebnis. Die beiden in Sachen Neuer Musik überaus versierten Solisten stellten hier zwei Kammermusikwerke der russischen Komponistin Galina Ustwolskaja alten A-cappella-Gesängen der Notre-Dame-Schule aus dem 13. Jahrhundert, gesungen vom Ensemble Gilles Binchois, gegenüber. Bei der Sonate für Violine und Klavier von Ustwolskaja handelt es sich um ein Frühwerk von Ustwolskaja, das Duett für Violine und Klavier stammt aus dem Jahr 1964.

Das „Hamburger Abendblatt“ kommentierte das Konzert mit den Worten:
„(...) Auch ohne Text wurde klar, dass die Komponistin in ihrer Musik die politische Unterdrückung verarbeitete, die sie in der Sowjetunion erleiden musste. Es war, als schrie und klagte durch die Geige ein Mensch in tiefster Einsamkeit und Bedrängnis. (...).“ (Hamburger Abendblatt, 19.05.2016)

Die Tageszeitung „Die Welt“ schreibt:
„(...) Aus nur fünf markanten Geigentönen und einer zunächst noch stoischen Klavierbegleitung entwickelte sich Ustwolskajas Violinsonate, in der es weit weniger griffige Themen als karge Klanggestalten und extreme Ausdruckswellen gab. Kühn und provokativ arbeiteten Kopatchinskaja und Hinterhäuser auch die grellen Kontraste des Ustwolskaja-Duetts heraus, in dem sich Klavierakkorde wie Schläge und Violingesten wie Aufschreie mit zartesten Flageoletts abwechselten.“
(„Die Welt“, 19.5.2016)

 

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