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„Sogno di Stabat Mater“ von Lera Auerbach erlebt schwedische Erstaufführung

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Im Auftrag von Gidon Kremer überarbeitete die russisch-amerikanische Komponistin Lera Auerbach ihr 2005 entstandenes Werk „Dialoge mit Stabat Mater" im Jahr 2008 für eine Kurzfassung. Unter dem Titel „Sogno di Stabat Mater“ erlebte diese Kurzfassung für die Besetzung für Violine, Viola Vibraphon und Streichorchester (nach Pergolesi) am 18. September 2009 dann ihre Uraufführung in der Stadthalle in Braunschweig. Es spielte die Kremerata Baltica unter der Leitung von Gidon Kremer.

Am 11. Juni 2016 werden nun Hugo Ticciati (Leitung und Violine) und das O/Modərnt Kammarorkester „Sogno di Stabat Mater“ im Rahmen des Festivals ‚O/MODƏRNT‘ in Stockholm zur schwedischen Erstaufführung bringen.

Lera Auerbach zu ihrer Urfassung:
„Meine ‚Dialogues on Stabat Mater’ sind ein Experiment. Zum einen war es mein Bestreben, ausgewählte Sätze aus Pergolesis berühmtem Meisterwerk zu einer Art Concerto grosso für Violine, Viola und Kammerorchester umzuschreiben, dabei aber dem Geist des Originalwerks treu zu bleiben, so dass aus einem geistlichen Vokalwerk ein abstraktes Instrumentalstück werden konnte. Zum anderen hoffte ich, auf diese Weise eine Art Rahmen zu schaffen, einen Dialog, eine neue Perspektive auf ein bekanntes Thema. Und ich wollte bei diesem Dialog nicht so sehr von den ästhetischen Unterschieden in Kultur und Harmonik des 18. und 21. Jahrhunderts ausgehen, sondern vielmehr von den Gemeinsamkeiten, was im Übrigen weitaus faszinierender ist. Das Bild einer leidenden Mutter ist universell – wie auch der Schmerz, wenngleich dessen Ausdrucksformen je nach kulturellem oder religiösem Hintergrund verschiedenartig sein mögen.
Ein Dialog kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden. Handelt es sich um einen Dialog zwischen Mutter und Kind, Anfang und Ende, Musiker und Publikum, Soli und Tutti, Verständnis und Verlassenheit? Oder ist der Unterschied zwischen vokal und rein instrumental, zwischen der geistlichen und der Umgangssprache, zwischen Monolog und Dialog vielleicht gar nicht so groß? Jedes Gebet ist ein Dialog, auch wenn der darin Angesprochene nicht präsent sein mag. Und wen spreche ich mit meinem Werk an?“

11. Juni 2016
Stockholm
Ulriksdals Castle Theatre, 18 Uhr
Schwedische Erstaufführung: Lera Auerbach,
„Sogno di Stabat Mater“ für Violine, Viola, Vibraphon und Streichorchester
O/Modərnt Kammarorkester
Hugo Ticciati (Leitung und Violine)

 

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