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Sergej Prokofjew: 125. Geburtstag am 23. April 2016

Prokofjew_125

Sergej Prokofjew ist neben Dmitri Schostakowitsch und Igor Strawinsky einer der bedeutendsten russischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er hat Werke wie die Ballettmusiken zu „Cinderella“ und „Romeo und Julia“, den Kinderkonzertklassiker „Peter und der Wolf“, Sinfonien und zahlreiche Instrumental- und Vokalwerke geschaffen, die zum Teil zu den meistaufgeführten Werken der russischen Musik weltweit zählen.

Prokofjew wurde am 23. April 1891 geboren und studierte von 1904 bis 1914 am Petersburger Konservatorium Komposition, Klavier und Dirigieren. 1918 verließ er mit Billigung der sowjetischen Behörden seine Heimat. In Paris, wo er sich 1923 schließlich niederließ, produzierten der berühmte Impresario Sergej Diaghilew und der Tänzer und Choreograph Sergej Lifar zwischen 1921 und 1932 seine frühen Ballette. 1936 kehrte Prokofjew mit seiner Familie endgültig nach Russland zurück. Trotz seines Bemühens, den offiziellen ästhetischen Maximen der Partei zu genügen, fanden seine Werke nicht immer ungeteilte Zustimmung. 1948 wurde er neben Schostakowitsch, Achmatowa, Pasternak, Eisenstein u.a. im Rahmen der von Andrej Schdanow eingeleiteten repressiven Kulturkampagne des „Formalismus“ beschuldigt. Prokofjews Instrumentalwerke fanden rasch Eingang in das Repertoire namhafter Interpreten. Neben seinen Sinfonien begründete die Ballettmusik zum Shakespeare-Drama „Romeo und Julia“ und das sinfonische Kindermärchen „Peter und der Wolf“ den weltweiten Ruhm Prokofjews. Es gelingt ihm, zarteste Lyrik und filigrane Melodik mit gewagter Harmonik, heftigen Dissonanzen und oft bohrender Motorik zu verbinden.

Fotorechte: Courtesy of the Serge Prokofiev Foundation

 

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