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Frangis Ali-Sades Werk „Schwindende Schönheit“ in Österreich

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Das österreichische ‚ensemble plus‘ musiziert in den verschiedensten Besetzungsgrößen und besteht neben Mitgliedern des Symphonieorchesters Vorarlberg auch immer wieder aus Gastmusikern. Für die anstehende österreichische Erstaufführung von Frangis Ali-Sades Werk „Schwindende Schönheit“ für Viola d’amore, Barockcello, Perkussion und Harfe konnten Mirjam Schröder (Harfe) und Rie Watanabe (Perkussion) gewonnen werden. Unterstützt werden sie am 21. April 2016 im ORF Landesfunkhaus in Dornbirn von Jessica Kuhn (Barockcello) und Andreas Ticozzi (Viola d’amore).

Das Werk kam erst kürzlich am 11. März 2016 im Rahmen der Konzertreihe „sonorizzonte“ im Schloss Nymphenburg in München durch dieselbe Besetzung zur Uraufführung.

Frangis Ali-Sade zu ihrem Werk:
„Wir erleben aktuell eine Zeit, in der ganze Zivilisationen, Kulturen und Staaten untergehen. Bagdad - der eigentliche Held aus den ‚Märchen aus 1001 Nacht‘ - ist für immer verlorengegangen, vernichtet sind Manuskripte und Exponate aus den Bagdader Museen. Die Stadt Aleppo, in der der großartige Poet und Sufi Imameddin Nasimi bestattet wurde, wurde zerbombt. In dieser Stadt hatte einmal Yo-Yo-Ma im Rahmen des transkontinentalen Projekts ‚Silk Road‘ mein Stück ‚Ask Havasi‘ aufgeführt und begeistert von seinen Eindrücken dieser prächtigen Stadt erzählt, die jetzt unwiederbringlich der Vergangenheit angehört.
Ein weiteres verheerendes Ereignis ist die Vernichtung der antiken Oasenstadt Palmyra (in Homs) - einer mystischen Schönheit, deren verschiedenste Abbildungen viele Jahre in unseren Erdkunde- und Geschichtsbüchern präsent waren. Ich habe immer gehofft, einmal dorthin reisen zu können und Palmyra zu sehen. Leider wird das nicht mehr der Fall sein, da Palmyra für immer verschwunden ist! Ich frage mich, wie viele Kulturerbeschätze noch verschwinden werden? Wann ist das Ende dieser Aneinanderreihung von Tragödien erreicht? Von dieser Frage handelt mein Werk ‚Schwindende Schönheit‘, welches für das Münchner Ensemble ‚sonorizzonte‘ geschrieben wurde.“

„Schwindende Schönheit“ ist ein Auftragswerk von „sonorizzonte“ und gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

21. April 2016
Dornbirn
ORF Landesfunkhaus, 20 Uhr
Österreichische Erstaufführung: Frangis Ali-Sade,
„Schwindende Schönheit“ für Viola d’amore, Barockcello,
Perkussion und Harfe
ensemble plus:
Mirjam Schröder (Harfe) / Rie Watanabe (Perkussion) /
Jessica Kuhn (Barockcello) und Andreas Ticozzi (Viola d’amore)

 

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