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„Schwindende Schönheit“: Uraufführung von Frangis Ali-Sades neuem Werk

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Im Rahmen der Konzertreihe „sonorizzonte“ werden Andreas Ticozzi (Viola d’amore), Jessica Kuhn (Barockcello), Rie Watanabe (Perkussion) und Mirjam Schröder (Harfe) am 11. März 2016 Frangis Ali-Sades neues Werk „Schwindende Schönheit“ für Viola d’amore, Barockcello, Perkussion und Harfe im Schloss Nymphenburg in München zur Uraufführung bringen.

Das 2015 vollendete Werk „Schwindende Schönheit“ ist ein Auftragswerk von „sonorizzonte“ und gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

Die Komponistin äußerte sich Anfang 2016 zu „Schwindende Schönheit“ wie folgt:
„Wir erleben aktuell eine Zeit, in der ganze Zivilisationen, Kulturen und Staaten untergehen. Bagdad - der eigentliche Held aus den ‚Märchen aus 1001 Nacht‘ - ist für immer verlorengegangen, vernichtet sind Manuskripte und Exponate aus den Bagdader Museen. Die Stadt Aleppo, in der der großartige Poet und Sufi Imameddin Nasimi bestattet wurde, wurde zerbombt. In dieser Stadt hatte einmal Yo-Yo-Ma im Rahmen des transkontinentalen Projekts ‚Silk Road‘ mein Stück ‚Ask Havasi‘ aufgeführt und begeistert von seinen Eindrücken dieser prächtigen Stadt erzählt, die jetzt unwiederbringlich der Vergangenheit angehört.
Ein weiteres verheerendes Ereignis ist die Vernichtung der antiken Oasenstadt Palmyra (in Homs) - einer mystischen Schönheit, deren verschiedenste Abbildungen viele Jahre in unseren Erdkunde- und Geschichtsbüchern präsent waren. Ich habe immer gehofft, einmal dorthin reisen zu können und Palmyra zu sehen. Leider wird das nicht mehr der Fall sein, da Palmyra für immer verschwunden ist! Ich frage mich, wie viele Kulturerbeschätze noch verschwinden werden? Wann ist das Ende dieser Aneinanderreihung von Tragödien erreicht? Von dieser Frage handelt mein Werk ‚Schwindende Schönheit‘, welches für das Münchner Ensemble ‚sonorizzonte‘ geschrieben wurde.“

11. März 2016
München
Schloss Nymphenburg, Johannissaal, 19:30 Uhr
Uraufführung: Frangis Ali-Sade,
„Schwindende Schönheit“ für Viola d’Amore,
Barockcello, Perkussion und Harfe
Andreas Ticozzi (Viola d’amore)
Jessica Kuhn (Barockcello)
Rie Watanabe (Perkussion)
Mirjam Schröder (Harfe)

 

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