Komponistensuche

Suche nach Nachnamen

Detailsuche

Repertoiresuche

Katalogsuche

Rudolf Barschai im persönlichen Gespräch

Der 1924 geborene und 2010 gestorbene Bratschist, Dirigent und Bearbeiter zahlreicher Klassiker der Musikliteratur, Rudolf Barschai, stand in persönlichem Kontakt zu den größten Vertretern der internationalen, vor allem aber der russischen Musikszene. Er trat mit Swjatoslaw Richter, David Oistrach, Emil Gilels, Mstislaw Rostropowitsch, Mieczyslaw Weinberg und Dmitri Schostakowitsch auf. Seine Transkriptionen von Kammermusikwerken etwa Dmitri Schostakowitschs in eine Serie von Kammersinfonien werden in aller Welt gespielt. Barschai schuf aber auch aus Streichquartetten Ludwig van Beethovens und Orchesterwerken Sergej Prokofjews oder Peter Tschaikowskys kongeniale Bearbeitungen.
Barschais Umgang mit den originalen Vorlagen war dabei stets überaus subtil. Nicht mit einer Note verfälschte er die Klangwelt des Originals, gewann ihm dafür aber ganz neue Perspektiven ab.
Bernd Feuchtner hat nun beim Wolke Verlag den Band „Rudolf Barschai – Leben in zwei Welten, Moskaus goldene Ära und Emigration in den Westen“ herausgegeben (ISBN 978-3-95593-066-0). Er enthält Gespräche Rudolf Barschais mit Feuchtner über sein Leben und Arbeiten: „Das Bekenntnis eine klugen Musikers, der Bericht eines wachen Zeitzeugen, ein Stück russischer Literatur“, wie der Wolke Verlag seine Neuveröffentlichung beschreibt.
Über Schostakowitsch erzählt Barschai an einer Stelle des Bandes: „(...) Uns jungen Musikern, die Schostakowitsch nahe standen, war auch klar, dass man ihm auf keinen Fall Ratschläge geben durfte. Er mochte das nicht – und wer hätte überhaupt das Recht dazu gehabt! Andererseits bat er oft darum, wenn er eines seiner Stücke hörte oder vorspielte (...).“

Bernd Feuchtner (Hrsg.)
„Rudolf Barschai – Leben in zwei Welten, Moskaus goldene Ära und Emigration in den Westen“.
Wolke Verlag, 2015
ISBN 978-3-95593-066-0

 

» Zeige alle News