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Grigori Frid zum 100. Geburtstag

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Bis zum 4. Oktober 2015 noch steht das Instrumentalmusikschaffen von Grigori Frid, der 2012 verstorben war, im Mittelpunkt des Hamburger Kammermusikfestes International. Am 22. September 2015 gedenkt die Musikwelt des 100. Geburtstags dieses großen russischen Komponisten und Schöpfers der Monooper „Tagebuch der Anna Frank“, die weltweit aufgeführt wird. Bei dem von der Pianistin Elisaveta Blumina künstlerisch betreuten Hamburger Kammermusikfest gedachte man in diesem Zusammenhang aber noch eines weiteren Jubiläums. Vor 50 Jahren nämlich wurde der von Grigori Frid initiierte „Moskauer Jugend-Musik-Klub“ gegründet. Mit seinen Veranstaltungen und seinen Gästen wurde diese Institution zu einer Art geistigem Zentrum des russischen Musiklebens und einer Begegnungsstätte auch politisch nicht konformer Komponisten. Den Klub leitet heute unter dem Namen „Frids Moskauer Musik-Club" der russische Komponist Alexander Wustin, einer der engsten Vertrauten Frids.

Grigori Frid kam 1915 als Sohn eines Literaturjournalisten und einer Pianistin in St. Petersburg zur Welt. Unter der Diktatur Stalins wurden viele Mitglieder der Frid-Familie verfolgt und getötet. Frids Vater wurde nach Sibirien verbannt. 1935 nahm Frid sein Kompositionsstudium am Moskauer Konservatorium auf. Er selbst unterrichtete dann von 1936 bis 1939 an diesem Institut Musiktheorie. Nach dem Krieg kehrte er ans Konservatorium zurück und unterrichtete hier Komposition von 1947 bis 1961. Mit der Gründung des Moskauer Jugend-Musik-Klubs trat er in engen Kontakt auch zur Komponistengeneration um Sofia Gubaidulina, Alfred Schnittke und Edison Denissow. Grigori Frid wurde 1986 zum Verdienten Kunstschaffenden ernannt und 1996 war er Moskau-Preisträger.

Zu den bedeutendsten Werken Frids gehören die beiden Monoopern „Tagebuch der Anne Frank“ und „Briefe des van Goghs“, aber auch Kammer- und Orchesterwerke wie „Phädra“ für Viola, zwei Violinen, Violoncello und Klavier, die Konzertfantasie für Violine und Orchester und das Konzert für Viola und Kammerorchester.

 

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